Bohrerschleifgerät – damit die Bohrer immer scharf sind

Bohrerschleifgerät - damit die Bohrer immer scharf sindNein, nicht jeder Heimwerker ist sich dieser Tatsache bewusst. Es ist tatsächlich möglich, die Bohrer, die häufig in Gebrauch sind, zu schleifen. Damit werden die Schnittflächen wieder scharf und der Bohrer kann in Gebrauch bleiben. Es ist nicht notwendig, sich einen neuen zu kaufen. Natürlich ist es aber eine Frage der Notwendigkeit, ob man sich ein Bohrerschleifgerät anschafft oder nicht. Denn leider ist es recht kostenintensiv. Dennoch kann es wirklich wunderbare Dienste leisten und das Leben diverser Bohrer verlängern. Allerdings sollte vielleicht gleich an dieser Stelle klargestellt werden, dass sich dieser Aufwand nur dann lohnt, wenn es sich um wirklich hochwertige, wertvolle Bohrer handelt. Die günstigen Bohrer, die es für ein paar Euro im 10er Pack zu kaufen gibt, sind diesen Aufwand nicht wert.

Der Aufbau eines Bohrerschleifgerätes

Bei diesem Gerät handelt es sich um einen vollautomatischen Apparat. Sie haben sich als sehr praktisch erwiesen. Der Bohrer wird hineingelegt. Der Schneidewinkel wird ausgewählt. Und den Rest erledigt das Gerät von alleine. Und es funktioniert wunderbar. Ist der vollautomatische Vorgang zu Ende, kann der perfekt geschliffene Bohrer herausgenommen werden. Diese Anschaffung lohnt sich für den Profi oder den vielseitigen und viel beschäftigten Heimwerker, der diese wertvollen Bohrer wirklich alle Nase lang in Gebrauch hat. Man sollte wirklich viele Bohrer pro Monat schärfen müssen, um auf die Idee, sich diesen Vollautomaten anzuschaffen, kommen zu können.

Selbstverständlich gibt es auch die günstige Variante, wie so oft im Leben. Bei diesen Modellen wird der Bohrer in die Haltevorrichtung manuell eingespannt. Ebenfalls manuell wird der Schleifwinkel eingestellt. Und ebenfalls manuell wird nun der Bohrer geschliffen. Auf diese Weise kann auch das kleinere Sortiment des „normalen“ Heimwerkers zum Einsatz kommen. 

Was sollte beim Kauf eines Bohrerschleifgerätes beachtet werden?

Der Preis

Natürlich wird zunächst immer vom Preis gesprochen. Sicherlich haben all diese Menschen recht, wenn sie sagen, dass er zu beachten ist. Doch wie gerade gesagt wurde, kommt es darauf an, wie oft das Gerät genutzt werden wird und welches Bohrersortiment vorhanden ist. Deshalb ist der Preis sicherlich unterschwellig auch ausschlaggebend. Ausnahmsweise aber ist er nicht als Hauptkriterium festzulegen.

Die Bohrermaße

Es ist wichtig zu wissen, ob alle vorhandenen, wichtigen Bohrer auch tatsächlich in die Spannvorrichtung passen. Optimal ist die Möglichkeit, Bohrer mit dem Maßen 2,5 – 13 mm einspannen zu können.

Die Körnung des Schleifringes

Optimalerweise handelt es sich bei dem Schleifring um einen Diamantenschleifring. Doch letztlich ist es seine Körnung, die zu einem schnellen und natürlich auch optimierten Schleifergebnis führt.

Zum Schleifring gibt es immer noch eine weitere Frage: Was soll verwendet werden, ein Schleifstein oder eine Schleiftasse? Der Schleifstein wird traditionell verwendet. Er ist entsprechend in verschiedenen Größen und Körnungen erhältlich. Doch setzen heute viele Hersteller auch die Schleiftasse ein. Sie erhält ihren Namen von ihrer Tassen-Form. Sie ist für fast jeden Bohrer einsetzbar. Doch der Hochleistungs-Schnellschnitt-Stahlbohrer sollte stets mit einem Diamant-Schleifstein geschärft werden. Alle anderen Möglichkeiten lassen sich in diesem spezillen Fall nicht einsetzen.

Der Spitzenwinkel

Das letztliche Ergebnis des Bohrens hängt vom Winkel der Spitze ab. Daher ist eine relativ große Spannweite des Winkels von Vorteil. Es ist empfehlenswert, ein Spektrum von 118° bis 135° abdecken zu können. In Bezug auf den Winkel ist zu beachten, dass dieser steiler werden muss, je härter das Material ist. Allerdings ist es auch schwieriger, die richtige Form zu erreichen, wenn es sich um ein sehr hartes Material handelt.

Wie viel Watt benötigt ein Bohrerschleifgerät?

Das Ergebnis des Schleifens ist unter anderem von der Geschwindigkeit abhängig, die das Schleifgerät erzeugen kann. Daher ist eine hohe Leistung sehr empfehlenswert. Je höher die Leistung, desto schneller kann sich der Schleifteller drehen. Je schneller er sich dreht, desto besser ist das Ergebnis. Natürlich hängt die benötigte Leistung auch von den Fähigkeiten des Anwenders ab, solange es sich nicht um einen Vollautomaten handelt. Je höher die Leistung, desto schneller lassen sich auch die Bohrer wieder schärfen.

Welche Hersteller sind empfehlenswert?

Wie bei allen Produkten gibt es viele Hersteller, die nicht zwangsläufig alle empfehlenswert sind. Folgend sind einige zu finden, über deren Bohrerschleifgerät man nachdenken sollte, wenn man sich eines anschaffen möchte:

  • Motom: Seit gut 30 Jahren werden Bohrerschleifgeräte von diesem Hersteller nach dem so genannten MOTOM PRINZIP hergestellt. Die Bedienung dieser Geräte ist sehr einfach, sodass keinerlei Vorkenntnisse notwendig sind. Die Winkel sind alle stufenlos einstellbar. Für das Spitzen und Schleifen wird nur ein gemeinsamer Arbeitsgang benötigt. Das gesamte Gerät ist hochwertig gearbeitet, sodass es eine lange Lebensdauer nachgesagt bekommt. Sollte dieses Gerät zum Einsatz kommen, wird kein weiteres Werkzeug benötigt, um den Bohrer vollständig zu bearbeiten.
  • Holzmann: Holzmann stellt viele Ver- und Bearbeitungsgeräte her, die zur Bearbeitung von verschiedenen Materialien verwendet werden können. Die Bohrerschleifgeräte werden in zwei Klassen hergestellt – das Modell für die Profis und das Modell für den Heimwerker. Für Holzmann ist es selbstverständlich, dass alle Verschleißteile ausgewechselt werden können, aber ebenfalls bei Holzmann zu beziehen sind.
  • Optimum: Auch diese Firma ist mit seinen Produkten seit vielen Jahren auf dem Markt. Auch Optimum stellt für Profis und für Heimwerker die entsprechenden Produkte her. Allerdings sind sie nicht so breit aufgestellt wie Holzmann. Doch versprechen sie ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, zudem Präzision und Qualität.
  • Kaindl: Dieses Unternehmen ist für seine fortschrittlichen und innovationen Geräte bekannt. So bietet es zur Zeit das „etwas andere Bohrerschleifgerät“. Auch wenn es preislich vielleicht außerhalb des Budgets liegt, ist es sehr interessant, sich nähere Informationen über diese Geräte einzuholen.

Weitere Hersteller für Bohrerschleifgeräte:

  • Einhell
  • Westfalia
  • Drill Doctor
  • Conrad
  • Stahlgruber

Jede Art von Bohrer kann in diesen Geräten geschärft werden. Doch haben einige Hersteller gedacht, es wäre eine gute Idee, wenn auch Messer, Scheren und andere Geräte des täglichen Bedarfs mit dem Gerät geschärft werden könnten. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen, dass dies dem Erfolg beim Bohrerschärfen nicht im Wege stehen sollten. Sicherlich sind auch diese Hersteller seriös. Doch kann es von Vorteil, wenn man sich mehrere Geräte, die dafür auf die zu schärfenden Gegenstände ausgerichtet sind, anschafft. So kann man sicherstellen, dass jedes Gerät ausschließlich auf die Tätigkeit ausgerichtet ist, für die es angeschafft wurde.